Hexerkönige & Untertanen

In der Tyr Region gibt es sieben Stadtstaaten, die von Hexerkönigen als absolute Herrscher regiert werden. Zwei weitere sind bekannt, die aber samt ihrer Könige untergegangen sind. Ihre Ruinen sind Zeugnis der sterbenden Welt, denn wäre sie gesund, entstünden neue Metropolen, die die untergegangenen ersetzen würden.

Die Hexerkönige sind mächtige Schänder und große Psimeister, die ihr Leben durch ihre übernatürlichen Kräfte verlängert haben und ihre Städte seit Jahrhunderten, teilweise sogar vielleicht seit Jahrtausenden regieren. Mit derselben Macht ist es ihnen möglich, ihre Templer mit Zauberfähigkeiten auszustatten, die wiederum als Verwaltungs- und Unterdrückungsorgan die Stadtbevölkerung in Schach halten. Sie sollen v.a. jene töten, die Lesen und Schreiben können oder Bewahrer sind. Auch die Schulen für Psikräfte werden von den Hexerkönigen eifersüchtig kontrolliert. Dies alles dient dazu, erst gar keine potentielle Herausforderer für die Hexerkönige entstehen zu lassen.
Die Hexerkönige sind ungerechte Könige und werden fast immer von ihrer eigenen Bevölkerung gehasst. Ihre Systeme sind korrupt und basieren auf Sklaverei. In nur zwei Punkten nehmen die Könige eine Verantwortung für ihre Untertanen wahr: Der erste ist das Nahrungsproblem. Wenn die Untertanen verhungern, brechen Aufstände aus und Seuchen grassieren. Bevor es zu einer Hungersnot kommt, wird schnell eine Armee aufgestellt und die Nachbarstadt um ihre Nahrung geplündert und nebenher der Sklavenvorrat aufgefüllt. Dies führt zum zweiten Punkt: Alle Hexerkönige nehmen den Schutz ihrer Untertanen deshalb sehr ernst. Sie alle unterhalten stehende Armeen und viele haben große Projekte für Verteidigungsanlagen am Laufen.

In den Städten gibt es folgende gesellschaftliche Gruppen: Die Templer rekrutieren sich aus der eigenen Nachkommenschaft oder unter den freien Bürgern. Sie stellen die Verwalter und Handlanger des Königs dar und gelten wie Priester, die ihre Zauber anstatt von einer Gottheit oder Elementarkraft von ihrem Hexerkönig gewinnen. Um ihre Aufgabe wahrnehmen zu können, dürfen sie Lesen und Schreiben können.

Der Adel beherrscht die Ländereien und das Wasser der Städte und stellt die größten Sklavenbesitzer. Der Adel stellt die parlamentarische Räte der Städte, die als Berater oder Ausführer des königlichen Willens fungieren. Manchmal hat der Adel entgegenlaufende Interessen zu den Templern oder gar dem König. Wird diesen Ausdruck verliehen, kommt es für gewöhnlich zu politischen Meuchelmorden. Der Adel hat v.a. Interesse daran seine ererbten Landrechte zu wahren und deshalb ist auf sie Verlass bei der Verteidigung ihrer Stadt. Dafür dürfen sie stehende Heere unterhalten, auf die aber der König frei verfügen darf. Auch Adlige haben das Recht Lesen und Schreiben zu dürfen.
Wer nicht zu den Templern, Adligen oder Sklaven gehört, ist ein Freier. Sie sind freie Bürger einer Stadt aufgrund ihres Geburtsrechts und dürfen im Schutz ihrer Mauern wohnen. Unter ihnen befinden sich viele Handwerker und Künstler, aber werden schnell von den Templern in die Sklaverei verkauft, wenn sie z.B. ihre Steuern nicht bezahlen oder Kenntnisse in Literatur oder Magie verfügen. Ein lukratives Nebengeschäft der korrupten Templerkaste. Die wenigen echten Kleriker der Elementarkräfte unter den Freien werden normalerweise nicht von den Templern belästigt, da diese es gelernt haben, diese zu respektieren.

Die Händler sind keine Bürger der Stadt, aber erhalten langfristige Aufenthaltserlaubnisse gegen Bezahlung. Sie sind eine der wenigen Gruppen, die von den Templern nicht belästigt werden, da die Händler trotz Konkurrenz untereinander, es verstehen bei einer Belästigung in einer Stadt, in dieser mit einem unerklärlichen Angebotsmangel bzw. horrenden Preisen zu reagieren. Händler dürfen zwar nicht Lesen und Schreiben, aber eine gewissermaßen hoch entwickelte Buchhaltung haben. Unter den Händlern finden sich auch die Elfen, welche geraubte, geschmuggelte und verbotene Waren verkaufen. Dies geschieht im Elfenmarkt, der sich für gewöhnlich illegal an den Grenzen des offiziellen Händlerviertels befindet.

Sklave ist man, weil man als Sklave geboren oder in einem Krieg bzw. einer bewaffneten Auseinandersetzung gefangen wurde bzw. weil man als Freier ein Verbrechen begangen hat. Adlige können sich meist frei kaufen. Die Sklaven verrichten unterschiedliche Arbeiten als Gladiatoren, Künstler, Soldaten, Arbeiter oder Bauern.

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