Handelshäuser

“Die Metallknappheit hemmt den Handel auf Athas. Ohne einen Überfluß an wertvollen Münzen müssen wir oft auf den Tauschhandel zurückgreifen. Dies ist eine mühsame Geschichte, wenn ein Händler sowohl die Waren, die er verkauft, als auch die, die er dafür bekommt, über große Entfernungen schleppen muß.”
- aus den Aufzeichnungen des Wanderers

Die Handelshäuser ingesamt stellen eine nicht zu unterschätzende Macht dar. Ihre Händler sind v.a. in den außerhalb der Stadtstaaten gelegenen Dörfer hoch angesehene Leute, weil sie für den Nachschub dringend benötigten Güter sorgen. Dadurch dass sie nicht nur die Güter, sondern auch die für den Transport benötigte Infrastruktur stellen, können sie mit einer hochgradigen Unabhängigkeit gegenüber den Hexerkönigen agieren.

Die Handelshäuser bekämpfen sich mit allen Mitteln untereinander: verbale Drohungen, Markt- und Preismanipulationen, Spionage, Attentate, Raub und Überfälle bis hin zu offenem Krieg, es wird alles angewandt, um die Konkurrenten zu schädigen.
Wird jedoch ein Handelshaus von einem Hexerkönig oder seinen Templern belästigt, werden die Rivalitäten zeitweise beiseite gelegt, um z.B. mit einem Angebotsmangel oder horrenden Preisen gemeinsam auf die Agression zu antworten.
Jedes Handelshaus hat zwar seine eigenen Richtlinien für seine Angehörige, aber im Großen und Ganzen ähneln sich diese „Hausordnungen“ so stark, dass man im Allgemeinen vom Händlerkodex spricht.

Zu den großen Handelshäuser gehören Haus Inika aus Gulg, Haus M’ke aus Raam, Haus Shom aus Nibenay, Haus Stel aus Urik, Haus Tsalaxa aus Draj, Haus Vordon aus Tyr und Haus Wavir aus Balic. Sie alle unterhalten Haustruppen von mindestens mehreren hunderten bis sogar tausenden von Soldaten, viele Handelsdörfer und befestigte Forts entlang ihrer Karawannenrouten. In fast allen Städten haben sie großangelegte Lager- und Verkaufshäuser, die so genannten Handelsemporien. Zur gleichen Zeit haben sie stets von einem bis mehrere Dutzende große und schwerbewachte Karawanen unterwegs.

Zu den kleineren Handelshäuser gehören das Haus Ardian im Dorf Walis, die Dedys-Gruppe in ihren drei Forts außerhalb von Draj, das aus ehemaligen Sklaven bestehende Haus Fyra in Salzblick, das Haus Ianto in seinem Fort südlich von Tyr, das Haus Klethira in Urik, das Haus Lamnos ohne Hauptquartier, die Renythi-Liga mit 5 Forts und 10 Außenposten im gesamten Tyr-Gebiet und Haus Sysra in einem Fort tief in der Aluvial-Sandwüste. Sie sind von ihrer Größe und Finanzkraft den großen Handelshäusern weit unterlegen, aber auch sie unterhalten meist mehrere Handelsposten und haben befestigte Hauptquartiere, Haustruppen und können zur gleichen Zeit mehrere Karawanen unterhalten.

Neben diesen großen und kleinen Handelshäusern gibt es noch unzählige freie Händler, die auf eigene Faust handeln. Die meisten sind Einmann-Unternehmen oder reisen stets mit einer sehr kleinen Karawanen und wenigen Getreuen. Sie können keine Immobilien noch große Haustruppen unterhalten. Diese kleinen Händlergruppen verdienen meist nur soviel, dass sie überleben können. Rücklagen und Investitionen für die Zukunft sind bei ihnen äußerst selten möglich und dadurch sind diese Händler meist verwegene Gestalten, mehr Abenteurer als erfolgreiche Geschäftsleute.

Die Elfenhandelshäuser bestehen aus nomadischen Elfenstämmen, die je nach Situation der Viehzucht, Räuberei oder dem Handel nachgehen. Zu den bekanntesten unter ihnen gehören der Reinwasserstamm, ein reiner Händlerstamm und der Raschwingenstamm, der von Überfällen und vom Verkauf erbeuteter Güter lebt. Etwas aus dem Rahmen fällt der mysteriöse und geheimnisumwitterte Schattenstamm, der sich auf wertvollstes Schmuggelgut und verbotene Waren im Handel konzentriert, aber v.a. bekannt für seine illegalen Dienstleistungen wie Spionage, Diebstahl, Erpressung und Meuchelmord ist

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