Die Sieben Stadtstaaten

“Die Welt ist voller Ruinen dieser vergessenen Königreiche. Wer hat noch nie die uralten Mauern einer versunkenen Stadt bewundert, die sich aus einer berghohen Sanddüne erhebt? Wer hat noch nie auf einer Felsklippe haltgemacht, um die alten Trümmer des auf dem Gipfel zusammengekauerten Schlosses zu bestaunen? War hat je eine alte steingepflasterte Straße überquert, ohne sich zu fragen, wohin sie einst führte?”
- aus den Aufzeichnungen des Wanderers

Balic liegt im Süden der Region an einem langen Ausläufer der Treibsandsee und wird vom Diktator Andropinis regiert. Nur im Westen ist sie nicht von Treibsand umgeben und wird regelmäßig von Riesenstämmen, die aus der Treibsandsee kommen, überfallen. Daher ist jede Person in der Stadt Mitglied der Miliz. Andropinis hat eine persönliche Armee aus 10.000 hoch disziplinierte Infanteristen, die mit 3.60m langen Lanzen und Holzschilden in Phalanxformationen kämpfen. Balic hat einige scheindemokratische Ansätze, wie dass der Hexerkönig Andropinis „auf Lebenszeit“ gewählt wurde, aber damals keiner von seiner Unsterblichkeit wusste oder dass Templer auf 10 Jahre Amtszeit gewählt werden, gewinnt aber der Falsche wird er umgebracht etc. Balic handelt mit Olivenöl, Kanknektar und reich verzierten Töpferwaren.
[Balic erinnert an das antike Griechenland.]

Raam liegt westlich von Gulg und nördlich der Treibsandsee und wird von der Hexerkönigin „Großwesirin“ Abalach-Re regiert. Ihr wunderschöner Palast liegt auf einem grasbewachsenem Hügel und besteht aus Elfenbeinwänden und einem Dach aus Alabaster. Er ist umgeben von Verteidigungsreihen aus Brustwehren, Gräben und Mauern. Sie behauptet die Dienerin einer größeren Macht zu sein, die sie erwählt hat, um über die Stadt zu herrschen. Ihre Untertanen glauben jedoch nicht daran und sprechen derzeit offen von einem Aufstand. Raam ist dadurch sehr chaotisch: Die Templer trauen sich nicht auf die Straße. Die Adligen verhalten sich wie Raubritter und verlangen Wegzoll. Handelskarawanen mieten kleine Söldnerarmeen an, um überhaupt in die Stadt zu gelangen.
[Raam erinnert an das alte Indien.]

Draj liegt im Osten der Region und nördlich der Treibsandsee und ist umgeben von einer Schlammfläche, die durch nach oben sickerndes Grundwasser entsteht. Diese gibt dem Boden genügend Fruchtbarkeit und lässt etwaige Angreifer im Morast versinken. Die Stadt wird von Tectuktitlay regiert, der sich als Gott ausgibt, seine Templer werden Mondpriester genannt. Er führt fast ständig Krieg, seine Krieger sind mit Obsidianschwertern und kurzen Speeren mit Widerhaken bewaffnet. Mit diesen machen sie Gefangene und denen wird auf der Pyramide das Herz herausgerissen. Nichtsdestotrotz kann Draj mit allen Städten der Region handeln, weil es Hanf und das noch kostbarere Getreide verkaufen kann.
[Draj erinnert an die aztekische Kultur.]

Gulg wird von Lalali-Puy regiert und ihre Untertanen nennen sie „Oba“, was Waldgöttin bedeutet. Zwischen den Tafellanden und der Treibsandsee ist die Große Elfenbeinebene. An deren östlichen Rand, bevor die Tafellande anfangen, liegt der Mondsichelwald, das einzig größere Waldgebiet der Region und Gulg befindet sich an dessen Südzipfel. Lalali-Puy ist vielleicht die einzigste Hexerkönigin, die öffentliche Unterstützung durch ihre Untertanen erfährt. Am anderen Ende des Waldes liegt Nibenay mit dem sich Gulg in einem ewigen Krieg befindet. Die Stadt hat eine „Mauer“ aus dicht gewachsenen Hecken dorniger Bäume, die Menschen leben in Lehmhütten und Lalali-Puy in einem „Palast“, der in der Krone eines riesigen Agafaribaum erbaut wurde. Aller Besitz ist kollektiv und wird von der Oba verwaltet und verteilt. Die Nahrung wird im Wald durch Jagen und Sammeln gewonnen und dadurch hat Gulg keine landbesitzende Adelskaste. Die Adligen von Gulg sind ausgewählte junge Leute, die zu Jägern ausgebildet werden. Die Krieger werden Kopfjäger genannt, weil sie die Köpfe ihrer getöteten Feinde sammeln.
[Gulg erinnert an afrikanische Kulturen.]

Nibenay heißt nach ihrem Gründer, dem Hexerkönig Nibenay und liegt am Nordrand des Mondsichelwaldes. Er wird von seinen Untertanen der Schattenkönig genannt, weil sie ihn so selten sehen. Nehmen die Gerüchte überhand, er seit tot und diese führen gar zu Unruhen, zeigt er sich indem er mit links die Aufstände nieder wirft. Er ist eine seltsame und rätselhafte Gestalt und sein mauerumwehrter Palast befindet sich in Mitten der Stadt, den kein Freier je gesehen hat. Es heißt jedoch die Vorderseite seine Palastes, sei wie eine übergroße Büste seines Antlitzes, die Seiten- und Rückwände seien mit lebensgroßen Reliefs tanzender Frauen bedeckt. Alle seine Templer sind Frauen. Jedes Stadtgebäude ist mit sonderbaren Steinreliefs geschmückt: Grimassen schneide Gesichter ihrer Besitzer, seltsam tanzenden Menschen oder fantastischer Monster. Nibenay liegt auf mehreren Hundert Ar sprudelnder Quellen, die jeweils einer Adelsfamilie gehören und Reis anbauen. Ihr Handel besteht jedoch aus dem Verkauf von Waffen, die aus dem extrem harten Holz der Agafaribäume besteht, dem besten Werkstoff nach Bronze. Das Herz von Nibenays Armee besteht aus 1000 Halbriesen, die mit Agafarilanzen und -knüppeln bewaffnet sind. Nibenay fällt dafür Tag und Nacht Bäume im Mondsichelwald, was deren Feindschaft mit den Jägern und Sammlern aus Gulg erklärt.
[Nibenay erinnert an das antike China.]

Tyr wird vom Tyrann Kalak beherrscht und liegt am Fuße der Klingenden Berge und besitzt die einzigste erträgliche Eisenmine. Seine tyrannische Herrschaft funktionierte gut, bis er vor etwa 20 Jahren begann nach und nach alle Sklaven für den Bau seiner Zikkurat, einer Stufenpyramide, abzuziehen. Mittlerweile sind so viele Sklaven am Bau beschäftigt, dass die Feld- und Minenarbeit nicht bestellt wird. Die Wirtschaft ist zusammengebrochen, Händler und Adel stürzten in die Mittellosigkeit, Sklaven verhungern, Handwerker verdienen nur noch wenig und nur wenn sie direkt am Bau der Zikkurat beschäftigt sind. Gesandte v.a. der Städte Urik und Raam drohen schon mit offenem Krieg, wenn die Eisenlieferungen ausbleiben. Kalak unterhält eine königliche Garde von 2.000 Söldnern, 500 Halbriesen und all seine Templer sind mit Stahlschwertern ausgerüstet. [Tyr erinnert an die alten Phönizier.]

Urik wird vom Hexerkönig Hamanu beherrscht und befindet sich westlich von Raam und Draj und nördlich von Tyr. Er sieht sich als Kriegerkönig, seine Truppen wurden noch nie geschlagen, mit seinen Soldaten übt er täglich. Diese bestehend aus 10.000 Sklavensoldaten und 500 Halbriesen sind ihm treu ergeben. Sie sind bewaffnet mit Obsidianschwertern, Speere und Bögen. Daneben unterhält er als einziger 200 Halblingskrieger, die hinter den feindlichen Linien eingesetzt werden können. Uriks Wirtschaft hängt praktisch vom Obsidianabbau in den Rauchenden Bergen nördlich der Stadt ab.
[Urik erinnert an das alte Mesopotamien der Sumerer.]

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